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In die Zukunft investieren

Seit über 6 Jahren, leben und arbeiten wir als Familie nun schon im Ausland. Wir haben hunderte Menschenleben verändern können, durch die Hilfe des Hubschraubers. 

In dem kurzen Moment, in dem man einer notleitenden Person ein Hilfspaket übereicht, kann man sich nicht dessen Namen merken, aber der Augenblick, die strahlenden Augen und der dankbare Ausdruck, bleibt einem immer in Erinnerung. Zu gerne würde man wissen, wie es dieser Person nun geht. 

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2019 soll ein Jahr von Investition sein. Unsere Organisation bildet das erste Mal in den fast 48 Jahren ihrer Geschichte, einheimische Piloten aus. Das bedeutet, Matthias wird ein Teil davon sein, in das Leben eines indonesischen Piloten zu investieren, der später einmal den Flugdienst fortsetzen wird. 

Der Vorteil ist, das dieser indonesisch, dort einheimische Pilot keine Arbeitserlaubnis mehr braucht. Er hat nicht mit Kulturschock und Sprache lernen zu tun. Dies erleichtert die Arbeit, lenkt aber den Fokus nun auf ganz andere Details. Diese Piloten müssen auf hohen Standart gebracht werden, um später einmal diese Hubschrauber fliegen zu können. 

Sicherheit wird in der Luftfahrt ganz groß geschrieben, was unter anderem durch Kurse und Weiterbildung erreicht wird. Diese Standarts sind natürlich sehr wichtig auch weiter zu geben und auf unsere neuen Piloten anzuwenden.

Matthias macht dazu noch eine Weiterbildung zum Hubschrauber Fluglehrer in Deutschland. Seit Februar hat er mit dieser Schulung begonnen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 32.000,00 Euro. Wer sich beteilen möchte, diese Kosten zu decken, kann gerne Spenden. Jeder Euro hilft. Alle Spenden sind Steuer abzugsfähig und eine Bestätigung wird durch die VDM am Ende des Jahres verschickt.


Spenden an:

VDM eV 27211 Bassum

IBAN: DE33 2916 7624 0012 5776 00

BIC: GENODEF1SHR

Volksbank Syke

Vermerk: AC417600 Fortbildung


Ohne Titel

Foto der potentiellen künftigen einheimischen Piloten in Indonesien


2019-02-19

Katastrophenhilfe in Sulawesi abgeschlossen

 Das verheerende Erdbeben und der darauffolgende Tsunami am 28.09.2018 löste eine humanitäre Katastrophe aus. Das Epizentrum lag unweit von der Hauptstadt Palu. Wie durch ein Wunder blieben alle Mitarbeiter mitten im betroffenen Gebiet in der Stadt Palu unverletzt. Auch Hangar, Helikopter und Häuser unserer Mitarbeiter stehen noch, auch wenn unzählige Risse an das Beben erinnern.


Perfekter Zeitpunkt! Oder doch nicht? Matthias, unser Basisleiter, Pilot und Mechaniker kehrte mit seiner Familie ein Tag vor dem Erdbeben aus Deutschland zurück. Keiner ahnte, was am nächsten Tag, am 28. September, geschehen würde. Weniger als eine Stunde bevor die Erde bebte, konnte Matthias und das Mechanikerteam die Jahresinspektion am Helikopter fertigstellen! Weit schwieriger war es für sie als Familie, diese Katastrophe miterleben zu müssen.

Sofort schloss sich unsere Organisation mit zwei weiteren Hilfsorganisationen vor Ort zusammen, um schnellstmögliche Katastrophenhilfe zu leisten. Mit grosser Erfahrung leitete das «Disaster Response Team» die Koordination der Hilfsflüge.


Die Leistung mit dem Helikopter Bell 206L-3 Long Ranger die folgende Soforthilfe:

53 Tonnen Materialtransporte

85 Flüge mit Ärzteteams

157 Helikopter-Flugstunden

401 Landungen

Rund 700 Personentransporte 

2019 02 07 Hilfe Beendet

Katastophenhilfe in Sulawesi


Nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi wurden mehrere hundert Menschen in den Tod gerissen und tausende verloren alles, was sie besassen. Wir konnten gemeinsam mit unseren Partnern Nahrungsmittel, sauberes Wasser, Medizin, Rettungsteams und Ärzte in die verschiedenen Gebiete fliegen und helfen.

 Wir verteilten mehrere Hilfsgüter, Ärtzte und Medizin in die betroffenen Gebiete. Dank der präzisen und effektiven Organisation konnten bis heute  u.a. 28`293 kg Güter und 446 Personen zu 37 verschiedenen Orten gebracht werden.

Unsere Hilfe geht weiter!

Verschollener orientiert sich am Heli


Etwa 1,5 Flugstunden östlich von Palu betreuen wir ein Team und die Stammesleute der Saluan. Vor ein paar Monaten verschwand dort ein Mann aus Angst vor medizinischen Geräten in den Urwald und ward nicht mehr gesehen.

 

Er rannte tagelang wie in Trance durch den Dschungel und hatte, als er wieder zu sich kam, völlig die Orientierung verloren. Ohne Machete konnte er sich nur schwer ernähren und war bald am Ende seiner Kräfte. Er versuchte, auf einen Baum zu klettern, um sich zu orientieren, als der Helikopter über seinen Kopf flog. Da er weiss, wo der Heli immer landet, hatte er nun einen Anhaltspunkt und wanderte in die richtige Richtung. Ein paar Stammesleute fanden ihn kurz darauf und brachten ihn, geschwächt, aber lebend zu seiner Familie, die ihn überglücklich in Empfang nahm. Die Wahrscheinlichkeit nach so einer Zeit alleine im Urwald lebend zurückzukehren ist gleich null. Das wissen die Saluan nur zu gut. Es ist ein Wunder und wir freuen uns, dass Gott den Heli auf so ungewöhnliche Art und Weise gebraucht hat, um ein weiteres Menschenleben zu retten!

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Wertvoll genug für teuren Helitransport?


Manchmal lässt es sich einrichten, dass wir als Familie mit dem Heli mitgenommen werden können. So nutzten wir die Gelegenheit, unsere Freunde in einem Stamm zu besuchen. Sie leben dort als einzige Familie unter den Stammesleuten und haben sich unglaublich über unseren Besuch gefreut! Aber nicht nur für die Familien ist so ein Besuch ermutigend und wichtig; auch für die Stammesleute bedeutet es sehr viel, die Familie des Piloten kennenzulernen.

2018 04 19 Wertvoll


In beziehungsorientierten Kulturen ist ein solcher Besuch von grossem Wert. Sie sehen, dass wir ihnen vertrauen, ihr Essen essen und unser Kind mit ihren Kindern spielen und auf den Dschungelpfaden wandern lassen. Das vergrössert gleichzeitig ihr Vertrauen in unsere Absichten und in das Fliegen mit dem Heli. Täglich kamen Besucher von umliegenden Hütten und Dörfern zu uns, um uns kennenzulernen. Auch wir besuchten einige der Menschen im näheren Umfeld. Dabei erfuhren wir, dass drei Männer durch zu harte Arbeit an schweren Leistenbrüchen litten. Sie konnten ihre Gärten (ihre Hauptnahrungsquelle), die an den steilen Berghängen angelegt werden, nicht mehr bestellen. Auch die beschwerliche Reise zum Arzt (erst zu Fuss, dann mit dem Motorrad) über schmale Pfade, war ihnen nicht mehr möglich.

 

Wir boten ihnen an, sie mit dem Heli in die Stadt mitzunehmen, wo ein befreundeter Arzt den kleinen Eingriff kostenlos vornehmen würde. Sie waren etwas überrascht, dass sie mit ihrer nicht lebensbedrohenden Krankheit es wert sind, mit dem Heli ausgeflogen zu werden.

 

Wir sind dankbar, dass wir diesen Menschen dank Ihrer Unterstützung sagen können «Ja, ihr seid es wert!» Wer Hilfe braucht, dem wollen und können wir dank all unserer Gönner ohne zu Zögern helfen!


Neuer Film

Leider ist der Video nur auf Englisch zu sehen. Eine deutsche Version folgt:



Photo

Der Strand bei uns um die Ecke! Wunderschön!


Beim letzten Einsatz, brachten wir über 100 Leute mit dem Heli zur Konferenz. Der einzige Landeplatz war die Sandbank am Fluss!


Neues Video


Selbstlose Nächstenliebe überzeugt!

Cici aus dem Wana-Stamm war einer der Ersten in seinem Dorf, die zum Glauben kamen, als die Gute Nachricht zu ihnen durchdrang. Nach und nach bekehrte sich fast das ganze Dorf. Cici’s Vater, der das Evangelium wieder und wieder hörte und ablehnte, zog schließlich gemeinsam mit einigen anderen, die mit den Christen nichts zu tun haben wollten, fort. Sie wollten nichts mehr mit ihren Verwandten und Bekannten im Dorf zu tun haben, geschweige denn vom Evangelium.


Der schlimm vereiterte Fuß

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Cici hilft seinem Vater in den Hubschrauber

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Vor einiger Zeit nun wurde Cici’s Vater sehr krank. Eine Wunde an seinem Bein hatte sich schlimm entzündet. Er versuchte die traditionelle Methode und besuchte den Zauberdoktor. Dies half seinem Bein aber nicht. Es sah aus, als müsse das Bein amputiert werden. Cici ersuchte die Missionare um Hilfe. Per Hubschrauber wurde sein Vater ins Krankenhaus geflogen, um dort die dringend nötige Behandlung zu erfahren. Die selbstlose Hilfsbereitschaft aller bei dieser Rettung involvierten Christen berührte sein Herz so sehr, dass auch er schließlich erkannte, dass dies ein Gott ist, der ihn Bedingungslos liebt! Unter Tränen übergab er sein Leben Jesus. Als er aus dem Krankenhaus entlassen wurde nutzen sein Sohn Cici die Zeit, seinem Vater das Wort Gottes näher zu bringen. Bei unserem letzten Flug in den Wana Stamm, nahmen wir Cici und seinen Vater zurück in seine Heimat. Diesmal möchte Cici's Vater aber bei seiner Familie leben, die er vor vielen Jahren wegen des Evangeliums verlassen hatte. 

Cici trägt seinen Vater zum Hubschrauber

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Wie wunderbar ist es doch, wenn das Evangelium nicht nur Heilung am Körper bringt, sondern auch Heilung und Frieden in eine getrennte Familie.

Sprache lernen

Nun sind wir schon über zwei Monate hier. Und gewöhnen uns so langsam an die neue Umgebung. Fünf Wochen lang, sind wir nun schon dabei die Landessprache zu erlernen. Wir sind jeden Tag damit beschäftigt, neue Vokabeln und Redewendungen zu erlernen. Montag bis Freitag haben wir einen Sprachhelfer, der uns weiter hilft.

Nun freuen wir uns auf Weihnachten. Zwischen Weihnachten und Neu Jahr haben wir frei!

Frohe Weihnachten!


© M u L Geiger 2019